Ibiza im Spanien-Lexikon

Ibiza ist die drittgrößte Balearen-Insel. Hauptort der Insel ist Ibiza-Stadt. Rund 114.000 Menschen leben auf Ibiza. Darunter auch rund 3.000 Deutsche. Gemeinsam mit Formentera und zahlreichen kleinen unbewohnten Inseln, bildet Ibiza im Rahmen der Balearischen Inseln, die Inselgruppe der Pityusen. Auf Ibiza spricht man neben Katalanisch und Spanisch auch den katalanischen Dialekt Ibizenk. Das spanische Festland ist rund 90 km östlich von Ibiza. Im Inneren ist die Insel hügelig und hat eine zerklüftete Küste, diese ist durch sandige Calas unterbrochen. Auf der Insel gibt es keine „gefährlichen“ Tiere. Gemeint sind damit giftige Schlangen, bzw. giftige Spinnen. Wegen seiner biologischen Vielfalt und auch der Kultur wurde Ibiza 1999 zum Weltkulturerbe erklärt. Ibiza verfügt über einen Flughafen, der rund 8 m östlich der Inselhauptstadt Ciutat d’Eivissa (Ibiza-Stadt) liegt. Ibiza-Stadt hat eine malerische Altstadt. Das Hafenviertel beherbergt zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Darüber hinaus gibt es dort auch eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten und ein bekanntes Nachtleben. Vor allem ist Ibiza dabei für seine teuren Nachtclubs bekannt, sowie seine teuren Bars und Diskotheken. Ibiza-Stadt selbst verfügt über keinen Strand und auch über nur wenige Touristenunterkünfte. Aber 4 km westlich liegt der Badeort Platja d’en Bossa, der einen kilometerlangen, flach abfallenden Sandstrand zu bieten hat, Touristenunterkünfte satt und die Möglichkeit hier auch Wassersport zu betreiben. Das Vorhandensein von Ferienclubs vor allem macht diesen Badeort zu einem idealen Urlaubsort für Familien. Und auch hier findet man ein pulsierendes Nachtleben mit Bars, Diskotheken und Nachtclubs. Zahlreiche Restaurants und Geschäfte gibt es natürlich auch. Gegen die weitere Erschließung des Tourismus auf der Insel stößt man seitens der Verwaltung aber zunehmend auf Widerstand.

Ibiza unter der Kontrolle der Römer

Im Jahr 123 v. Chr. wurden die Balearen durch Quintus Caecillius Metellus (genannt Balearicus) erobert und somit von den Römern in Besitz genommen. Auch Ibiza nahmen die Römer in ihren Besitz. Ibiza-Stadt nannten die Römer Ebesus. Eine gewisse Autonomie konnte sich die Stadt aber auch unter der Kontrolle Roms wahren. Ibiza-Stadt brauchte dabei keinen Tribut zu zahlen. Auch das Münzrecht, das die Stadt bereits schon seit der Zeit der Phönizier inne hatte, dürfte die Stadt weiter ausüben. Erst im Jahr 70 v. Chr. wurde Ibiza-Stadt unter dem Namen Flavia Augusta in das römische Reich eingegliedert. Unter den Römern erlebte die Insel eine neue Blütezeit. Kaiser Vespasian ließ nämlich die Wirtschaft und die Infrastruktur der Insel weiter ausbauen. Unter den Römern wurden auch die Häfen Portus Salarius auf Formentera (heute La Savina), wie auch Portus Magnus (heute Sant Antoni de Portmany) errichtet. Formentera wurde in dieser Zeit auch zur Kornkammer Roms. Ab dem Jahr 380 n. Chr. wurde das Christentum Staatsreligion im Reich er Römer. Da römische Kolonie, wurden auch die Menschen auf Ibiza die Menschen christianisiert. Auch vom Verbot der heidischen Kulte durch Theodosius im Jahr 391 n. Chr. war Ibiza betroffen. Nach den Römern kamen die Vandalen nach Ibiza. Diese wurde von ihnen im Jahr 426 n. Chr. komplett zerstört. Deren endgültige Vertreibung gelang jedoch erst 533 /534 n. Chr. durch den oströmischen Feldherrn Belisar, wodurch Ibiza unter die Kontrolle Byzanz geriet. Wie auch aus der Vorgeschichte der Insel Ibiza ist aber auch aus der Zeit der Herrschaft der Byzantiner wenig bekannt.

Warum ist Ibiza so erfolgreich?

Ein äußerst beliebtes Reiseziel ist die 3. größte Insel der Balearen, die vor allem von jungen Menschen aufgrund der vielen Partys auf der Insel angeflogen werden. Aufgrund des in aller Welt bekannten Nachtlebens ist die Insel ein Anziehungspunkt in den Sommermonaten. Ibiza Stadt und auch Sant Antoni bieten auch für prominente Urlauber eine große Anzahl an Clubs und Bars. Nach einigen Tagen kann man auf der ganzen Welt sehen, was in ist. In den anderen Regionen der Insel Ibiza geht es etwas ruhiger zu und man spürt noch den Einschlag des berühmten Hippie-Flairs aus den 60er-Jahren. Landschaftlich ist die Insel Ibiza sehr reizvoll. Man findet an allen Ecken sehr schöne weiße Strände mit kleinen, ruhigen Buchten. Dichte Pinienwälder sieht man besonders im Norden und Süden der Insel, auch viele Obstgärten kann man bewundern. Im Süden gibt es sehr schöne Steilküsten und eine tolle Salzlandschaft. Obst- und Weinanbau wird im Westen der Insel betrieben. Auch die Hauptstadt Ibiza im Süden bietet sehr schöne, weiße Strände. Die Altstadt Dalt Vila in Ibiza-Stadt ist als schöne, historische Sehenswürdigkeit ein beliebter Anziehungspunkt und zählt zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Hier kann man die Renaissance-Stadtmauern, die schmucken Patrizierhäuser und die gotisch-barocke Kathedrale anschauen, die Zeugen der alten Geschichte des Viertels darstellen. Auf dem höchsten Punkt befindet sich die Kathedrale. Besonders am Abend ist hier ein reges Nachtleben, wogegen tagsüber sehr wenig Betrieb herrscht. Auch der Hafen von Ibiza ist ein beliebter Treffpunkt. Hier kann man das Ein- und Auslaufen der Schiffe sowie das Ankommen und Abfahren der Menschenmassen erleben. In den Sommermonaten ist in den Clubs, Bars, Discos und Boutiquen sowie in den Restaurants in dem ursprünglichen Fischerviertel Sa Marina jede Menge los, wogegen es in den Wintermonaten hier sehr ruhig zugeht. In Sa Penya findet man die Straße Calle de la Virgen, die ein Treffpunkt für Homosexuelle ist und eine tolle Shoppingadresse darstellt. Wem etwas mehr Geld zur Verfügung steht, sollte die Marina de Botafox besuchen, die sich an der nördlichen Seite des Hafens befindet. Hier gibt es Edelboutiquen, Casinos, Immobilienbüros, Trendbars, Bootsvermietungen und Gourmetrestaurants. Auch die weit über das Land bekannte Disco „Pacha“. Etwas außerhalb der Stadt Ibiza in San Rafael findet man die zwei Partyzonen „Privilege“ und „Amnesia“. An der Platja d’en Bossa etwas südlich von Ibiza-Stadt kann man den sehr beliebten Club „Space“ besuchen. Eine sehr gute Infrastruktur findet man an den zwei sehr langen Stränden Platja Talamanca nördlich und die Platja d’en Bossa südlich der Stadt-Ibiza, hier kann man die Seele baumeln lassen.



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