Mallorca im Spanien-Lexikon

Mallorca – Geschichte schnell erzählt

Die Geschichte Mallorcas ist voller Höhen und Tiefen. Von alle dem erfahren reine Badeurlauber, die heute auf Mallorca kommen, nichts. Dabei bewegen sie sich an Orten, an denen Geschichte geschrieben wurde. Die ersten Spuren, die Menschen dabei auf Mallorca hinterlassen haben, stammen aus um 3.500 v. Chr. Hinterlassenschaften der Talaiotkultur finden sich von vor um 1.500 v. Chr. Im Jahr 123 v. Chr. kam es dann zur römischen Invasion, wobei die Römer dann 588 Jahre lang auf den Balearen blieben und für die Gründung von zahlreichen Städten verantwortlich sind und auch für eine gute Infrastruktur auf den Balearen sorgten, bevor 465 n. Chr. die Vandalen auf den Balearen einfielen. 534 n. Chr. eroberten öströmische Truppen Mallorca und 902 schließlich kamen die Mauren. Auch deren Herrschaft dauerte dann wieder knapp 300 Jahre, bis durch die Reconquista die Balearen von der Krone Aragóns befreit wurde. Jakob I. von Aragón war dabei der König, der die Reconquista durchzog. 1276 gründete Jakob II. (Sohn von Jakob I.) das Königreich Mallorca. 1349 war aber auch dieses schon wieder Geschichte. Mallorca wurde in dessen Folge eine aragonische Provinz. Später kam es zwischen der Krone Aragóns und der Krone Kastiliens zur Vereinigung, woraus das Königreich Spanien entstand. Im Spanischen Bürgerkrieg gerieten die Balearen in den Machtbereich der Falange. Erst in den 1960er Jahren setzte der Massentourismus ein. Obwohl dieser bereit im 19. Jahrhundert eingesetzt hatte, und zwar ganz „sanft“. Einen Autonomiestatus erhielten die Balearen im Jahr 1983. Poltisch gesehen gehören die Balearen aber nach wie vor zu Spanien, haben aber eine eigene Inselregierung.

Mallorca und seine Küche

Mallorca hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Einfluss vieler Nationen ist dabei auf Mallorca noch immer spürbar. Auf Mallorca hinterließen diese Nationen auch in kulinarischer Hinsicht ihre Spuren. – Italiener, Araber, Römer, Franzosen und letztlich auch die Spanier trugen zu einer mallorquinischen Küche bei, die einzigartig ist. Auf den Balearen ist die mallorquinische Küche aber nicht die einzige regionale Küche, die bekannt und durch die verschiedenen Kulturen beeinflusst wurde. – Es gibt auch eine menorquinische und eine ibizenkische Küche. Gekennzeichnet sind diese regionalen Küchen durch eine rustikale Art und Weise, die gekennzeichnet ist von vor allem frischen Zutaten. Darüber hinaus werden in den regionalen Küchen auch eine Reihe von einheimische Kräuter und Gemüse verwendet, wie auch Olivenöl und Wein, sowie Weizen. Einen sehr großen hat bei den Speisen – wie sollte es anders sein – das spanische Festland gehabt. Wie auch dort werden nämlich als Appetithäppchen und den kleinen Hunger zwischendurch Tapas gereicht. Typisch hingegen für die Inselküche sind Eintöpfe mit Fleisch, mit Kohl, mit Gemüse – so genannte Sopas, wobei auf dem Tellergrund ein Stück Brot liegt. Die mit ältesten Gerichte, die auf Mallorca gereicht werden sind aber Greixonera de Verdura und Olla fresca, besehend aus Bohnen, Kartoffeln und Birnen. Die ibizenkische Pizza, auch Coca genannt, ist ein salzigsüßer Kuchen, der mit unterschiedlichen Zutaten belegt ist. Typisch sind auch Pasteten mit einer Fleisch-, einer Gemüse- oder einer Fischfüllung. Ensaimadas sind hingegen süß und ein lockeres Hefegebäck mit Puderzucker, das aber auch mit Schlagsahne gefüllt sein kann. Nach dem reichhaltigen Essen wird oftmals der legendäre Kräuterschnaps Hierbas gereicht.

Was macht Mallorca aus?

Mallorca - weltberühmt und gleichzeitig überwiegend bei den deutschen Touristen „heiß“ begehrt. Statistisch gesehen war bislang jeder Deutsche einmal auf „Malle“. Das Interessante ist, das scheinbar auf der gesamten Baleareninsel Deutsch gesprochen wird…! Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist… - und gefeiert wird hier, auf Mallorca. Manchmal sogar, bis der Arzt kommt - und das im wahrsten Sinne des Wortes! Die vielen, vielen Kneipenstraßen, Partyzelte, Discos, Restaurants und Bars laden sowohl die Einheimischen, als auch die Zugereisten jeden Tag aufs Neue wieder ein, sich dem Feiern, dem Fun, dem Spaßhaben hinzugeben und „Fünfe gerade sein zu lassen“. Um dieses Ziel zu erreichen, wird seitens der mallorquinischen Gastronomie wahrlich eine ganze Menge unternommen…. Aber es geht auch anders, denn die Touristen - ob man’s glaubt oder nicht -lieben auch die Stille, die Ruhe und die Abgeschiedenheit. Die gibt es tatsächlich noch in einigen der verschiedenen Inselgebiete. Das Küstengebiet Playa de Palma, die Orte Cala d’or, Santanvi, Cala Mondrago oder auch Portopetro sind wirklich einen Abstecher wert. Wer mit dem Auto die Insel erkunden mag, kann sich eine der ruhigeren Strecken aussuchen, wie beispielsweise über schöne Küstenstraßen, riskante Serpentinen bis hin zum Cap Formentor… - aber hier sind der Phantasie der Reisenden keinerlei Grenzen gesetzt. Zum Glück wissen nur sehr wenige, dass Mallorca gerade in landschaftlicher Hinsicht eine ganze Menge zu bieten hat! Demzufolge sollte es eigentlich auch weiterhin ein „gut gemeinter“ Geheimtipp bleiben…! Touristen, die sich dennoch abends ins nächtliche „Getümmel“ stürzen möchten, haben es auch nicht weit - und dann kann die Party steigen!

Strände auf Mallorca

Mallorca, das balearische Inselparadies hat wahrlich so manche Naturschönheit zu bieten… - immer mehr Urlauber wissen dieses auch zu schätzen und so manch’ bislang „ungenutzter“ Strand erfreut sich heute großer Besucherzahlen auch dank der vielen Mallorca Hotels. Aber es geht auch anders, denn noch immer findet man Strandgebiete, die noch immer nahezu unberührt sind und in einer unglaublich schönen Landschaft eingebettet sind. Felsen, Klippen usw. veranlassen den entspannungssüchtigen Reisenden, die Seele in aller Ruhe „baumeln“ lassen zu können. Hier kann man noch im Einklang mit der Natur den Badefreuden frönen, ohne sich von mehreren hundert anderen Badegästen beobachtet zu fühlen. Ach…. - das Leben kann so schön sein…! Nehmen wir zum Beispiel „Cala Torta“ - ein Gebiet, wo man einsam und in Ruhe Urlaub machen kann - oder einfach einmal eine Pause…! Oder in Cala Mitjana, die romantisch anmutende Wasserlandschaft. Wer Cala Mesquida noch nicht kennt, der sollte diese „very british“ anmutende Location unbedingt einmal besuchen. Kinderfreundlichkeit durch flache Gewässer inklusive! Es Trenc, die „Karibik von Mallorca“ hingegen verfügt über einen herrlichen Strand mit schneeweißem Sand… - was will man mehr? In Cala Lombard hält sich der Touristenverkehr auch noch relativ zurück. Wer weiß, wie lange noch…? Unbedingt erlebenswert ist natürlich auch die so genannte Bucht von Betlem: ein Miniatur-Beach eingebettet in wunderschöner Landschaft! Den Strand von Cala de sa Comuna kann man ganz leicht über eine Treppenanlage betreten - ein Besuch lohnt sich auch hier…! Für Touristen, die es lieber „felsig“ mögen, ist Cala Pi der Geheimtipp: glasklares Wasser lädt hier zum stundenlangen Tauchen ein.



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