Windmühlen im Spanien-Lexikon

Die landwirtschaftlichen Gebäude auf den Balearen sind einzigartig. Die volkstümliche Architektur ist dabei geprägt vor allem von den Windmühlen, die typisch für die Balearen sind. Kein anderes Bauwerk hat die Geschichte der Balearen so geprägt, wie diese Windmühlen – „molins de vent", wie man sie dabei nennt. Bei den Windmühlen handelt es sich entweder um Mehlmühlen, oder aber um Wassermühle.

Auf Mallorca ist das Vorhandensein von derartigen Windmühlen dabei bereits schon aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts dokumentiert. Der Höhepunkt ihrer Nutzung und Verbreitung liegt dabei im 17. und 18. Jahrhundert. Die Mühlen waren dabei nahezu überall präsent – sowohl in den Städten, als auch auf dem Land. Ihre Zahl wird in ihrer Blütezeit alleine auf Mallorca au rund 1000 Gebäude dieser Art geschätzt. Eine Mehlmühle besaß dabei einen erhöhten Turm, der die Basis bildete und bis zu 10 m hoch war. In ihm befand sich in der Regel der Wohnraum des Müllers. Der Turm hatte ein Flachdach, auf dem eine Konstruktion befestigt war, an dem ein Baumwollsegel in Form von Windmühlenflügel hing. Ganz oben im Turm befand sich der Mühlstein, mit dem das Getreide zermahlen wurde. Heute findet man auf Mallorca noch vereinzelt derartige Konstruktionen stehen.

Insbesondere in El Pla auf Mallorca sind aber andere Mühlen noch zu bewundern, nämlich Mühlen, mit denen Wasser gefördert wurde. Diese Art Mühlen unterschied sich ein wenig von den Mehlmühlen. Insbesondere die Mühlen zur Förderung von Wasser sind dabei noch heute eine Symbol der alten Tradition der balearischen Landwirtschaft. Sie waren wichtig, um die Felder zu bewässern.


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