Francisco Franco im Spanien-Lexikon

Kaum sanft angelaufen fand der Tourismus auf den Balearen im Spanischen Bürgerkrieg zunächst ein kurzfristiges Ende.

Francisco Franco, der 1892 in Galizien geboren wurde, war von 1929 bis 1933 Militärgouverneur in La Coruña und auf den Balearen. 1934 wurde er Kommandeur der Fremdenlegion und unterdrückte in Asturien einen großen Arbeiteraufstand. Dieser richtete sich damals gegen die neue rechtskonservative Regierung Spaniens. 1935 wird er Oberbefehlshaber der Armee und führt 1936 Spanien in einen Bürgerkrieg. Mit Ausnahme von Menorca kontrollierten die Nationalisten unter Franco bereits Ende 1936 die übrigen Balearen, wobei die Inselbewohner während des Spanischen Bürgerkriegs weitgehend Pro-Franco eingestellt waren. – Etwas was die meisten jedoch schnell bereuten, denn bedeutete die Machtübernahme von General Franco auch den Autonomieverlust für die Balearen. Auch die Verdrängung der einheimischen Sprachen auf den einzelnen Inseln ging damit einher. Noch heute kämpft man auf den Balearen dabei um den Erhalt dieser. Heutige Amtssprache auf den Balearen ist dabei gemäß Artikel 3 des Autonomiestatuts Spanisch und Katalanisch. Es besteht dabei auch ein Diskriminierungsverbot bezüglich Verwendung einer dieser Sprachen. Darüber hinaus gibt es auch ein Fördergebot um Voraussetzungen zu schaffen beide Sprachen zu erlernen und auch zu nutzen. Gesprochen werden dürfen auf den Balearen aber auch die inselspezifische Varietäten der Amtssprachen. So zum Beispiel Mallorquinisch, Menorquinisch und Ibizenkisch. . Unter der Diktatur Francos wurde auf den Balearen der Tourismus dann weiter bevorzugt ausgebaut. Dieser führte Spanien auch aus der Isolierung heraus, in die es nach 1936 geraten war. Nach dem Ende Franco-Regimes 1975 war der Weg für die Balearen dabei wieder frei zu einer neuen Autonomie, die 1983 besiegelt wurde.


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