Timanfaya im Spanien-Lexikon

Als Feuerberge sind die spanischen „Montanas del Fuego“ den meisten Touristen und Einheimischen besser bekannt. Hier ist der 1974 eröffnete Timanfaya Nationalpark Lanzarote einer von dreizehn in Spanien, jedoch der einzige, den man auf der Insel Lanzarote finden und besuchen kann.

32 Vulkankegel auf 52 Quadratkilometern zeugen auch noch heute von den gewaltigen Energien, die Mutter Erde hier vor einiger Zeit freigesetzt hat. Und das hat geschichtlich belegt in dem vergleichsweise relativ kurzen Zeitraum innerhalb von sechs Jahren stattgefunden. Jahren, die wegen den unzähligen Erd- und Seebeben zu den aktivsten der Erdgeschichte zählen und gefürchtet waren.

Allein darf man nicht diesen schönen Nationalpark betreten, aber die geführten Busrundfahrten sind auf jeden Fall empfehlenswert und vermitteln den Touristen viel Wissenswertes. Gleichzeitig kann man bequem im klimatisierten Bus sitzen und an den schönsten Stellen aussteigen, beispielsweise, um ein Erinnerungsfoto zu schießen.

Acht Millionen Kubikmeter Lawa – auf diese unvorstellbare Menge Vulkanauswurfs hat man vom 350 Meter hohen „Montana Rajada“ einen wunderschönen und zugleich erschütternden Überblick. Hier wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich, der eine der fruchtbarsten Regionen mit zahlreichen Siedlungen zum Opfer fiel.

Der Vulkan „Corazoncillo“ mit seiner bis 100 Meter unter die Erde reichenden Caldera schläft nur, wie er im 18. Jahrhundert bewiesen hat. Der Feuer speiende Riese ist nicht nur Objekt zahlreicher Fotos, sondern auch umfangreicher Forschungen und zeigt anschaulich, welch nachhaltigen Schaden die gewaltigen ausgeworfenen Materialmengen anrichten können. Hier sieht der Mensch aber auch, wie lange es dauert, bis Mutter Natur diese Wunden Stück für Stück wieder heilen kann.



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