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News vom 25.07.2010

Tim starb an der Hitze

Die schreckliche Vermutung hat sich nun leider bestätigt, bei der Leiche, die Einsatzkräfte in den andalusischen Bergen gefunden haben, handelt es sich um den fünfjährigen Tim aus Herdecke. Er wurde von seinem Vater identifiziert. Auch das Ergebnis der Obduktion steht in zwischen fest: der Junge ist an der großen Hitze gestorben, so berichtete es der staatliche Rundfunk RNE. Gewalteinwirkungen hat es nicht gegeben. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der fünf Jahre alte Tim K. im trockenen Bergland der Sierra Morena gestorben, als seine Mutter Hilfe holen wollte. Sie tauchte völlig verwirrt und fast verdurstet in der vergangenen Woche an einer Tankstelle in der Region auf. Sie konnte sich an nichts erinnern, sodass man über den Verbleib von Tim in den letzten Tagen nur spekulieren konnte. Nun hat sich ein klares Bild von der Situation ergeben, die sich in der Sierra Morena abgespielt hat. Nach Angaben der Ermittler ist die 40-jährige Mutter Tanja K. vor einer Woche mit ihrem Sohn in ihrem Opel aus ihrem Heimatort in Nordrhein-Westfalen nach Südspanien gefahren. Das Ziel war die Sierra Morena in Andalusien - ein recht dünn besiedeltes Gebirge, das aufgrund der hohen Temperaturen, immer Sommer täglich mehr als 40 Grad Celsius, als „lebensfeindlich“ gilt. Zuletzt gesehen wurden die beiden beim Stausee Puente Nuevo bei Espiel - hier parkt Tanja K. ihr Auto. Zusammen campen und angeln sie, bis der Opel eine Panne hat. Es ist sehr heiß und beide laufen vermutlich los, um Hilfe zu holen. Dabei haben sie noch Wasserflaschen dabei. Vermutlich geht dem kleinen Tim die kraft aus, sodass Tanja K. beschließt, ihren Sohn mit den letzten Wasservorräten zurück zu lassen, um alleine weiter nach Hilfe zu suchen. Das war der Anfang eines Alptraums, den die Mutter wahrscheinlich ihr Leben lang nicht vergessen wird. Sie irrt durch die Berge, verläuft sich in dem Areal total und wird immer schwächer. Sie gibt nicht auf und kämpft um das Leben ihres Sohnes und ihres und erreicht endlich eine Tankstelle. Der Tankwart berichtet später, dass sie „schrecklich aussah“. Er alarmierte die Polizei, doch die kann nicht richtig helfen, denn Tanja K. redet nur wirres Zeug. Dann schließlich kann die Polizei heraushören, dass die desorientierte Frau ihren Sohn vermisst. Tanja K. hat viele Prellungen und Verletzungen und wird zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Unterdessen wird Großalarm ausgelöst und Hundertschaften durchkämmen das Gebiet. Im Einsatz sind Spürhunde, Hubschrauber und Taucher, die den Stausee absuchen. Dann findet man die Leiche eines blonden Jungen in einer Ruine, nicht weit vom See und fünf Kilometer vom Auto entfernt. Neben der Leiche liegen leere Wasserflaschen. Der getrennt lebende Vater kommt nach Andalusien und kann nur noch die Leiche seines Sohnes identifizieren.

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